Unsere Reiserouten führen Sie durch die sehenswertesten antiken Städte Libyens, sowie die schönsten Landschaften der Sahara.

Jebel Nafusah
Auf den Hängen des Gebirges Jebel Nafusah thronen in 800m Höhe die wehrhaften Dörfer der Ureinwohner Libyens, der Berber. Die Häuser und Vorratskammern sind aus Lehm erbaut. Heute sind sie verlassen aber dennoch beeindruckend. Keinem Feind ist es bisher gelungen, die Dörfer an der Bruchkante des Gebirges einzunehmen. Die Römer nannten die Berber "Afraans", was Höhlenmenschen bedeutet. Ihren Lebensraum, die Gegend um den Dschebel Nafusa, nannten sie "Afrika". So wurde dieses Gebiet zum Namensgeber des gesamten Kontinents.
Die Stadt Nalut ist das Zentrum der Region Jebel Nafusah und wird heute hauptsächlich von Berbern bewohnt. Neben der imposanten Lage gibt es eine traditionsreiche Moschee.

Ghadames
Ghadames war die Drehscheibe des Karawanenhandels, die Hansestadt der Sahara. Hier treffen sich fünf der wichtigsten Karawanenrouten des Trans-Sahara-Handels. Karawanen mit fünfzig bis achtzig, manchmal sogar mit bis zu dreihundert Kamelen kamen hier an um ihre Waren aus fernen Ländern feilzubieten. Die Karawanen kamen von bis zu Nigeria und zogen bis nach Zaire.
Sieben Tore gewähren Einlaß in die sieben Viertel der Altstadt, die ein regelrechtes Labyrinth darstellt. Insgesamt lebten hier ca. 7.000 Menschen, die in und rund um die Oase in drei Stufen Getreide, Zitrusfrüchte und Dattelpalmen anbauten. Ein Ring von ca. 30.000 Palmen umgibt die Stadt noch heute.
Die Römer errichteten hier einen Legionsstandort, Cydamos genannt. Dieser Vorposten diente dem Zweck, Nomadenvölker fernzuhalten und war Bestandteil des Limes Tripolitanus (Grenzwall). Später wurde die Stadt  von den Byzantinern übernommen.

Die hervorragend erhaltene Altstadt und die Oasengärten wurden von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes ( World Heritage Site ) aufgenommen. Die Altstadt kann frei besichtigt werden.

Gharyan
Schon die Berber suchten hier im 7. Jh. Zuflucht vor den Arabern, da diese Stadt im Gebirge liegt.Sie haben sich hier Teile ihrer Kultur bewahren können.
Sehenswert ist die aus dem 19. Jh. reich verzierte Polizeistation, die Überreste einer byzantinischen Basilika, sowie die Erdwohnungen, von denen schon Herodot im 5. Jh. v. Chr. berichtete.

Leptis Magna
Leptis Magna ist eines der bedeutendsten Relikte aus vergangenen Zeiten. Eine Großstadt mit ca. 100.000 Einwohnern wurde hier von den Römern erbaut. Leptis gewährt ungeahnte, detaillierte Einblicke in die römische Vergangenheit. Hervorragend erhalten sind das Kolosseum und das Theater, die Basilika, die Thermen u.v.m. .
Die Einwohner von Leptis lebten sehr komfortabel, denn sie hatten nicht nur fließendes Wasser und eine ausgebaute Kanalisation, sondern auch eine moderne Infrastruktur und eine exzellente Nahrungsversorgung. Die verdienten Veteranen des römischen Reiches verwalteten das Hinterland von Leptis und bauten dort hauptsächlich Getreide und Olivenbäume an. Das ist der Grund, weshalb Libyen als Kornkammer des römischen Reiches galt. Leptis Magna - eine der beeindruckendsten Städte der Antike überhaupt; zu unserem Glück hervorragend erhalten.

Von der UNESCO wurden die Ruinen der antiken Stadt Leptis Magna als Weltkulturerbe klassifiziert.

Sabratha
Im 5. Jh. v. Chr. wurde die Stadt als karthagischer Handelshafen geründet; im 1. und 2. Jh. n. Chr. wurde sie von den Römern ausgebaut. Später, im 5. Jh., ist sie von den Vandalen, im 6. Jh. von Byzanz und im 7. Jh. von den Arabern übernommen worden.
Die Stätte wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe klassifiziert. Sehenswert sind die Museen, die Ruinen- und Tempelanlagen.

Ptolemais
Der Ort wurde im Jahre 247 v. Chr. von den Griechen gegründet. Später übten hier die Ptolemäer und die Römer ihre Macht aus. Verwaltungssitz der Cyrenaika wurde Ptolemais unter den Byzantinern. Nach der arabischen Eroberung leiteten Jüdische Kaufleute den Handel der Hafenstadt. Als im 11. Jh. aus Ägypten kommende Nomadenvölker die Macht in Libyen ergriffen, wurde die Stadt verlassen.
Sehenswert ist das griechische Theater, das römische Amphitheater, ein griechischer Palast, römische Villen, verschiedene Tempel, das Hauptquartier der Garnison, eine byzantinische Kirche, Befestigungsanlagen, Grabkammern sowie ein Aquädukt.

Al Bayda
Im Jahre 1843 gründete hier Mohammed Ali As Senussi die erste Niederlassung seiner Bruderschaft, und verbreitete seine Lehre, mußte jedoch auf Weisung der türkischen Oberhoheit die Stadt verlassen.
Sehenswert ist der Jumenpalast, in dem heute die islamische Fakultät untergebracht ist, sowie Jama a Al Bayda ( Die weiße Moschee ).
In der Nähe von Al Bayda findet man die antiken Reste des Heiligtums von Balagrai, einer Tempelanlage, bestehend aus einem großen Säulenhof, den Überresten von drei Tempeln und einem Theater.

Cyrene
Cyrene wurde im Jahre 631 v. Chr. von den Griechen gegründet, sie entwickelte sich zur Verwaltungszentrale eines Handelsreiches. Bis 440 v. Chr. war sie ein Königreich, nach einem Umsturz wurde sie zur Republik erklärt. In der folgenden Zeit gab es immer wieder bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen, die die Perser anlockten.
Im 2. und 1. Jh. v. Chr. ging die Stadt an die Römer über. Der Bürgerkrieg, bekannt als der "Judenaufstand" im 2. Jh. n. Chr. sowie ein schweres Erdbeben im Jahre 365 zerstörten weite Teile der Stadt.
Sehenswert ist das Sanktuarium, die Apolloquelle, das Museum, die Steingräber sowie Tempelanlagen, Villen, Theater, Bäder, die Heilige Quelle, u.v.m.

Apollonia
Apollonia wurde im 7. Jh. v. Chr. als Versorgungshafen gegründet. Die Stadt wurde im 5. Jh. n. Chr. einflußreichste Stadt der Cyrenaika, damals "Sozusa" genannt. Nach dem Einmarsch der Araber verblasste ihr Ansehen.
Sehenswert ist der antike Hafen, der durch das Erdbeben 1965 teilweise im Meer versunken ist. Es besteht sogar die Möglichkeit, nach den versunkenen Ruinen zu tauchen.
Desweiteren sind auch die Stadtmauern, 4 Kirchen, ein Palast, das Theater, mehrere Wohngebäude sowie römische Thermen und antike, in Fels gehauene Gräber zu besichtigen.

Benghazi
Benghazi ist die zweitgrößte Stadt des Landes und wurde 446 v. Chr. gegründet. Seit dem 16. Jh. trägt die Stadt den Namen eines verehrten Mannes, Ben Ghazi.
Die Stadt wurde Verwaltungssitz unter den Türken und 1955 Universitätsstadt. Bis 1963 war Benghazi Sitz der Landesregierung und des Parlamentes der Cyrenaika, danach Sitz eines Mutassarifs. Heute ist die Stadt Verwaltungszentrum der Benghazi Region. Sehenswert ist eine Piazza italienischer Art, ein im maurischen Stil erbautes Gebäude der Stadtverwaltung, die Kathedrale, das Omar Al Mukhtar Mausoleum, der Suq Al Funduq, der Gemüsemarkt, der Suq Al Dalam sowie die Hafenanlagen und einiges mehr.

Gabroun - See
Hier kann man auf Dünenkämmen wandern oder mitten in der Wüste ein Bad im See nehmen. Der Salzgehalt des Sees ist recht hoch, das Wasser erreicht an tieferen Stellen bis zu 40 C.
Faszinierend ist jedoch, dass, wenn man einen Schritt entfernt vom See ein paar Zentimeter tief gräbt, man auf trinkbares Süßwasser stößt!
Die wichtigsten anderen Seen sind u. a. der Trouna, Al Daud Tademsha, Makruga sowie der Um Lakhsan See.

Zuwaylah
Zu besichtigen ist hier eine Moschee mit interessanten Bauelementen. Desweiteren Darih Al Malik, die vermutlich aus der Garamantenzeit stammenden Königsgräber.

Fezzan
Größer als Deutschland ist der Fezzan, die Westregion Libyens. In diesem Gebiet lebte das Volk der Tuareq.
Ihr Ursprung liegt in Libyen und sie stammen ursprünglich von den Berbern ab. Aristokratisch aufgebaut war ihre Gesellschaft und gefürchtet ihre Raubzüge. Die Tuareq besaßen ihre eigene zeichenhafte Schrift, die Tifiaq.
Einerseits waren sie furchterregende Krieger und Räuber, andererseits seit jeher Führer und Beschützer der Karawanen von Ghadames.
Von ursprünglich 1 Million Tuareq leben heute nur noch einige 10.000 in Libyen.
Ghat, eine mittelgroße Stadt im Süden in der Wüste, war und ist die Hochburg der Tuareq. Zum Einen fand man hier die besten Schmiede im ganzen Land, zum Anderen war Ghat für die Karawanen der letzte Stop vor Schwarzafrika.

Wau Al Namus
Dieser aus dem Quartär stammende Vulkan hat einen Kraterdurchmesser von ca. 4km, weist eine Tiefe von etwa 500m auf und wird "Mückenkrater" genannt. Teile des Kraterrandes erscheinen durch Untergrundsalze weiß. Im Inneren des Kraters gibt es einen kleineren Krater, der von einem rötlichen Felsen in 200 m Tiefe verborgen wird. Es besteht. Vier Seen, von Palmen umsäumt, liegen innerhalb des großen Kraters, sie sind salzhaltig und ihr Wasser gilt bei den Einheimischen als äußerst heilsam bei diversen Hautkrankheiten. Zu verschiedenen Tageszeiten schimmern sie in den Farben, Orange, Grün, Blau. Heute ist der Vulkan erloschen und die ehemalige Siedlung dort verlassen

Sebha
Mitten in der wüsten Leere der Sahara findet man eine moderne Großstadt, Sebha. Sie ist die drittgrößte Stadt Libyens und war Schauplatz wichtiger Ereignisse. Hier ging der Revolutionsführer Muammar Al Ghadaffy nicht nur zur Schule, sondern hier hielt er auch seine erste Demonstration gegen den damals herrschenden König Idris ab, der schließlich 1969 von ihm gestürzt wurde. An diesem Ort wurde die libysche Volks - Jamahiria ausgerufen.

Tripolis
800 v. Chr. landeten phönizische Seefahrer an der Nordküste Libyens und erbauten dort eine Stadt, "Macar Uiat". Aus dieser Gründung ging Tripolis hervor. Verbunden mit den Schwestersiedlungen, Sabratha und Leptis Magna, wuchsen die Siedlungen zu einem mächtigen Städtebund heran.
Tripolis hatte viele Herren, die alle ihre Spuren hinterlassen haben. So ist das Zentrum der Innenstadt von den Türken, und die Altstadt mit ihren Piazzen und Arkaden von den Italienern geprägt.
Tripolis ist heute Hauptstadt und Wirtschaftszentrum des Landes. Ein Viertel der Gesamtbevölkerung, 1.3 Millionen, lebt in der Stadt und um Tripolis herum. Neben der historischen Altstadt findet man hier auch modernen Neubauten und Wolkenkratzer. Hier kann man am pulsierenden Leben der Menschen teilnehmen.
Sehenswert ist auf jeden Fall der Suk Truk (Türkischer Markt) die San Franzisko Kirche, die Santa Maria Degli Angeli Kirche in der Altstadt, die Altstadt ( Madinah Al Qadimah), deren Bausubstanz aus dem 17-19 Jh. stammt, Stadttore sowie Reste der Seemauer, Suq Al Mushir, div. Gräber u.v.m.

Der große künstliche Fluß
Diese Wunderwerk der modernen Baukunst gilt als die größte Baustelle der Welt. Mittels eines komplizierten, unterirdischen Rohrleitungssystems wird fossiles Wasser 4.500km quer durch die Wüste Sahara an die Küstenstädte transportiert. Das Wasser stammt aus riesigen unterirdischen Seen, die sich als Folge der abtauenden Gletscher nach der letzten Eiszeit gebildet haben. Das kostbare Süßwasser kommt aus 2.000m Tiefe und ist 20.000 bis 30.000 Jahre alt.
Das System selbst besteht aus 250.000 Rohrstücken, die im Durchmesser 4m breit sind. Die Kapazität des Künstlichen Flusses beträgt in etwa sechs Millionen Kubikmeter Wasser pro Tag. Das Projekt verschlingt zwei Drittel des Staatshaushaltes und wird wie 95% des Landeskosten aus dem Verkauf von Erdöl finanziert.